Das Jahr 2003

In Priort steht ein Strochennest!

Die Vorarbeiten für das Storchennest liefen auf Hochtouren!

Obwohl der Weißstorch außer uns Menschen keine Feinde hat, zählt er trotzdem – oder gerade deshalb - zu den bedrohten Tierarten. Aus diesem Grund haben wir Memoria-Mitglieder weder Kosten noch Mühen gescheut, Freund Adebar ein solides und attraktives Luxusangebot zu machen: es soll ihn im nächsten Frühjahr davon überzeugen, dass Priort der geeignete Wohnsitz für die Aufzucht seines Nachwuchses ist!

Viele haben uns bei diesem aufwendigen Projekt unterstützt:

Herr Müller vom Naturschutzbund Potsdam engagierte sich mit Rat und Tat bei der Planung und Durchführung.

Die Firma „e.dis“ sponserte den Mast und rückte schon 5 Tage nach der Anlieferung mit Bagger, Kran, Hebebühne, Betonmischer und 12 starken Männern an, um ihn aufzurichten. Wir standen unter Zeitdruck!

Die Firma „Metallbau Weber“ in Buchow-Karpzow fertigte den feuerverzinkten Korb mit einem Durchmesser von 110 cm an und montierte ihn am liegenden Mast.

Björn Henning half mir beim Grundieren und Streichen, Ehepaar Atlas kam spontan mit Pinsel und Farbrolle dazu.

Petrus sorgte für Sonnenschein, damit die Farbe schnell trocknen konnte.

Der Korb wurde mit Weidenruten durchflochten, die ich im Teichland Linum schneiden durfte. Auch damit half mir Herr Müller und Björn.

Nach dem Aufstellen des Mastes habe ich in ca. 12 Metern Höhe den Korb mit abgestochenen Wurzelballen ausgepolstert, die mit mir im Steiger hochgehievt wurden. Bei dieser Gelegenheit konnte ich noch mit letzten Pinselstrichen ausbessern, während der Mast unten am Boden ein Betonbett bekam.

Die Info-Tafel zum Weißstorch wurde durch Manuela Vollbrecht und mich entworfen, von der Hanck-Werbung Falkenrehde gefertigt und durch Hans-Joachim Mantey aufgestellt.

Die „Storchenschmiede“ in Linum stellte für unser Fest lustige Souvenirs, Informationsmaterial und viele Fläschchen „Storchenschiss“ (Eierlikör-Schnaps-Gebräu) zur Verfügung: ich konnte 160,- Euro Umsatz dem NABU überreichen!

Wir drücken die Daumen, dass Adebar nach seiner Rückkehr aus dem südlichen „Winterurlaub“ unser Nest annehmen wird und garantieren ihm ein herzliches Willkommen! Möge er sich bei uns wohlfühlen und uns viel Glück und reichen Kindersegen bescheren, damit unser Nachwuchs gesichert ist!

Gisela Ernst

Korb flechten 1

Korb flechten 2

Das Nest

Der Korb wird aufgesetzt

Der Korb wird aufgesetzt

Korb flechten 3

Das Team

Familientag – Sportfest in Priort

Am Samstag, den 17. Mai 2003 war Familientag in Priort. Wir, der Heimatverein Memoria Priort e.V. führten mit Hilfe der "Sportfrauen Priort" unser erstes offizielles Sportfest durch.

Für die Aktiven ging es um 9.00 Uhr auf dem Sportplatz los.

Eine Gruppe von ca. 25 - 30 Personen wanderte durch die Döberitzer Heide. Unter sachkundiger Anleitung von Bert Weinert und Friedegund Mantey und ausgestattet mit Informationsfaltblättern vom Naturschutz Förderverein Döberitzer Heide ging es über die Wanderwege "Kleine Flugplatzschleife" durch die Heide. Es gab viel zu sehen und zu erfahren von der Tier- und Pflanzenwelt.

Eine weitere kleine Gruppe von 6 sehr aktiven Sportlern um Kirsten Kuhn joggte auf einem Wanderweg über 10 km durch die Döberitzer Heide.

Und eine dritte Gruppe von 18 Personen machte sich mit dem Fahrrad auf den Weg nach Paretz, die Jüngsten noch im Kindergartenalter bzw. in der ersten Klasse und der Älteste schon im Rentenalter - alle haben super durchgehalten! Unser Weg führte uns über die Felder hinter Buchow-Karpzow, über den Kapellenberg auf dem "Königsweg" nach Paretz. Unser Radwanderführer Harald Knappe wusste viel über die Geschichte von Paretz und von Königin Luise von Mecklenburg Strelitz (1776-1810) und ihrem Mann Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) zu berichten. Wie wir erfuhren, ließ Luise auf dem Kapellenberg ein Belvedere errichten, welches heute leider nicht mehr zu sehen ist. Doch der Hügel ist noch da. Hier machten wir auch unsere erste Rast. Diese wurde mit einem herrlichen Blick in alle Himmelsrichtungen belohnt. Im Übrigen, was kaum jemand weiß, ist die älteste Tochter von neun Kinder, die Luise zur Welt brachte, die spätere Kaiserin Alexandra Feodorowna von Russland geworden.

Eine Runde durch Paretz, vorbei am Schloss und anderen Informationspunkten ging es über das ehemalige Dorf Knoblauch wieder zurück nach Priort. Nach 30 km und 3 Stunden Fahrt hier angekommen, gab es eine Stärkung aus der Gulaschkanone von unserem Gastwirt Dieter Julmy.

Auf dem Sportplatz war das fest schon im Gange: Kräfte messen zwischen Groß und Klein beim Tau ziehen; Geschicklichkeit beweisen beim Stelzen laufen; Zielsicherheit testen bei Büchsen werfen und Ballzielwurf; Ausdauer zeigen beim Gruppen - Springseil hüpfen; eine sichere Hand haben beim

Bogenschießen, das von Herrn Schweiger vom SC Potsdam und seinen Sportfreunden angeboten wurde.

Einen Riesen Spaß hatten alle beim Völkerball. Hier haben alle, die Mütter und Väter genauso wie die Zwerge Ausdauer und Können bewiesen, vor allem aber Spaß gehabt.

Am Ende wurden alle belohnt mit selbstgebackenen Medaillen von unserer Vorsitzenden Kirsten Kuhn, die dann auch gleich aufgegessen werden konnten. Und jeder bekam eine Urkunde.

Dieser Tag hat wirklich allen viel Freude bereitet und gezeigt, dass Sport zusammen viel mehr Spaß machen kann. Besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die schon im Vorfeld viel Organisationstalent bewiesen haben.

Etwa 150 Priorter waren dabei, das Wetter hat mitgespielt und so bleibt das Fest allen in guter Erinnerung.

Wir freuen uns auf nächstes Jahr! Sport frei!

Susanne Heppner
Memoria

(Fotos: Susanne Heppner)t

Mit gespannten Erwartungen und noch etwas verschlafen, machten mein Sohn Paul und meine Wenigkeit sich auf, das 1. Sportfest in Priort zu besuchen. Treffpunkt war um 9.00 Uhr auf dem Sportplatz.

Für die ersten Aktivitäten standen zur Auswahl: Joggen (2 km, 5 km und 10 km), Fahrradtour und Wandern. Ich entschied mich für die Fahrradtour. Paul blieb nichts anderes übrig, als sich solidarisch meinem "Vorschlag" anzuschließen.

Die Fahrradtour dauerte dann etwas länger als erwartet, war aber ein voller Erfolg; auch mein Sohn hatte von Kilometer zu Kilometer mehr Spaß am Radeln.



Großen Anteil am Erfolg hatte unser Tourleiter - Herr Knappe - der auch Wissenswertes über die Umgebung zu berichten wusste (z.B. über das Schloss Paretz und den "Königsweg") und natürlich die restlichen Gruppenteilnehmer, die eine tolle Stimmung verbreiteten.

Etwas abgestrampelt und mit 30 km in den Beinen trafen wir dann gegen 12.00 Uhr wieder auf dem Sportplatz ein, wo schon reger Betrieb herrschte.

Sogleich stürzten wir uns auf die Gulaschkanone, um uns für die nächsten Aktivitäten, die dann auf dem Sportplatz stattfanden, zu stärken. Für Jung und Alt wurde reichlich geboten u.a. Bogenschießen, Tauziehen, Zweifelderball etc...

Von den Organisatoren erhielten wir sogar eine Keksmedaille mit Inschrift "1.Priorter Sportfest 2003" und eine Urkunde. Rundum eine gelungen Veranstaltung, die gut durchorganisiert war.

Wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung ...

Mit freundlichen Grüßen
Axel Michaelis

(Leserbrief an die Priorter Nachrichten)     

 

In Priort ist Sportfest. Ich bin mit meiner Mama und mit meinem Bruder zum Sportfest gefahren.

Dann haben wir die Fahrräder abgestellt. Als erstes habe ich Tauziehen gemacht und ich habe Stelzenlaufen gemacht. Als letztes durften wir uns noch einen Orden nehmen. Dann sind wir nach Hause gefahren. Der Orden hat lecker geschmeckt und ich hoffe, dass es im nächsten Jahr wieder ein Sportfest gibt.

Von Jana Jakob

(Leserbrief an die Kinderseite der Priorter Nachrichten)                            

DRACHENFEST IN PRIORT - FAMILIENFEST RUND UM’S FLIEGEN

Am Tag der Deutschen Einheit feierten die Priorter mit dem Heimatverein MEMORIA Priort e.V. das traditionelle Drachenfest mit viel Spaß und Spannung. Petrus war gnädig und schickte Sonnenstrahlen. Den angekündigten Regen hielt er bis kurz vor Ende des Festes zurück.

Alljährlich basteln Frauen und Männer des Vereins an diesem Feiertag mit den Kindern des Ortes Drachen, die nach Fertigstellung in den herbstlichen Wind aufsteigen und sich auch diesmal als flugtauglich erwiesen. Darüber hinaus entstand an dem Bastel- und Malstand vielerlei Schönes aus Kinderhand bei wohl klingender Leierkastenmusik.

Das Storchenprojekt fand an diesem Tag seinen festlichen Abschluss.

An dem bereits vorhandenen historischen Wanderweg von der Döberitzer Heide bis in den alten Dorfkern wurde eine weitere Pulttafel mit vielen Informationen zum Weißstorch aufgestellt.

Die Attraktion des Tages und ein besonderer Höhepunkt war der Hubschrauber, der die begeisterten Besucher des Festes über Priort und die anderen Ortsteile unserer schönen Gemeinde Wustermark flog.

Mit viel Geduld warteten die Menschen auf die Möglichkeit dieses Rundfluges. Um eine Stunde hatte er sich wegen des Frühnebels verspätet. Gut gelaunt begrüßten die Priorter den Hubschrauber. Pausenlos flog er dreieinhalb Stunden über unser heimatliches Gebiet.

Die Wissensstraße „Rund um den Storch“ lobte für die zwei besten Storchenkenner zwei Freiflüge aus. Laura gewann den Wettbewerb mit höchster Punktzahl, Max und Patricia erreichten Punktgleichheit. Das Los sollte entscheiden.

Aber Tränen sollte es an diesem Tag nicht geben und so entschieden drei MEMORIA-Frauen, dass die Kosten für den dritten Flug ebenfalls übernommen werden.

Den Rückflug nach Schönhagen begleitete Herr Jankowiak vom ESV Lok Elstal.

Für das leibliche Wohl sorgten eine Grillwurststraße, eine Popcornmaschine und hausgebackener Kuchen zu frischem Kaffee und anderen Getränken.

Für das gelungene Familienfest ist vielen fleißigen Helfern herzlichst zu danken: den Kindern und Eltern, den Nachbarn für Wasser und Strom, den Grill- und Backmeistern, den Priorter Kindergärtnerinnen, der Gemeinde Wustermark, der evangelischen Kirchengemeinde, dem ESV Elstal, der Bäckerei Zabel Hoppenrade, der Schlosserei Weber Buchow-Karpzow, der Fluggesellschaft Schönhagen, der e.dis, dem NABU, der Hanck-Werbung Falkenrehde, dem Berliner Leierkastenspieler und natürlich den MEMORIA-Frauen und Männern.

Manuela Vollbrecht

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